Gedenktag: 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker


27726 Worpswede

08.02.2026

Paula Modersohn-Becker steht in 2025 im Mittelpunkt einer Sonderausstellung, an der sich die vier großen Museen in Worpswede beteiligen. Sie wollen damit den 150. Geburtstag der Künstlerin würdigen. Der steht zwar erst 2026 an. Die Sonderausstellung des Worpsweder Museumsverbundes begann aber schon in diesem Sommer am 29. Juni. Bis zum 18. Januar 2026 geht es unter dem Titel "Der ungeteilte Himmel" um Paula Modersohn-Becker und ihre Weggefährtinnen

Aktuelle Infos:
https://www.guetsel.de/content/113855/paula-150-am-4-februar-2026-in-bremen-und-worpswede.html


Allgemeine Infos:
Paula Modersohn-Becker, geborene Paula Hermina Becker, wird am 8. Februar 1876 in Dresden geboren, zwei Jahre später siedelt die Familie nach Bremen über. Ihren ersten Zeichenunterricht erhält sie 1892 während eines siebenmonatigen England-Aufenthalts bei einer Schwester des Vaters.

Zurück in Bremen besucht sie auf Drängen ihrer Eltern von 1883 bis 1885 das Lehrerinnenseminar, daneben lässt sie sich von dem Bremer Künstler Bernhard Wiegandt im Zeichnen und Malen unterrichten. In der Kunsthalle Bremen werden 1895 zum ersten Mal Werke der Worpsweder Künstler gezeigt. 1896 belegt Paula Becker einen Kurs des "Vereins der Berliner Künstlerinnen", woran sich eine eineinhalbjährige Ausbildung anschließt. Zeichenstunden mit Porträt- und Aktstudien stehen dabei anfangs im Vordergrund, später tritt sie in die Malklasse von Jeanne Bauck ein. Im Sommer 1897 hält sich die Künstlerin erstmals in Worpswede auf und knüpft Kontakt zu Fritz Mackensen, der sie von nun an unterrichtet.

Die endgültige Übersiedlung nach Worpswede erfolgt im Herbst 1898. In den Jahren von 1900 bis 1907 reist Paula Becker mehrmals nach Paris, dort studiert sie während jeweils längerer Aufenthalte an der Akademie Colarossi und an der École des Beaux-Arts und knüpft Kontakte zur künstlerischen Avantgarde. Besonders intensiv beeinflusst wird sie von Cézanne und Gauguin, deren große Bedeutung sie als eine der ersten unter den Künstlern in Deutschland erkennt.

Im Jahr 1901 heiratet die Malerin Otto Modersohn, den sie bereits 1887 in Worpswede kennengelernt hatte. Aus der Ehe geht eine gemeinsame Tochter hervor, die im November 1907 geboren wird. Noch im selben Monat stirbt Paula Modersohn-Becker an einer Embolie.

Ausgehend vom expressiven Naturlyrismus der Jahrhundertwende gelangt die Künstlerin in ihren Bildern von bäuerlichen Frauen und Kindern, in Selbstbildnissen und Stillleben zu einer ausdrucksbetonten, großflächigen und farbig-expressiven Malerei, die sie zu einer Wegbereiterin des Deutschen Expressionismus macht (Biographie lt. www.kettererkunst.de).

Biographie - Paulas Leben - lt. www.paula-in-paris.de:

8. Februar 1876 Paula Becker wird als drittes von sieben Kindern in Dresden-Friedrichstadt geboren. 1888 Mit der neuen Tätigkeit des Vaters, Carl Woldemar Becker, bei der „Preußischen Eisenbahnverwaltung im Bremischen Staatsgebiet“, siedelt die Familie Becker nach Bremen über und bezieht die Dienstwohnung in der Schwachhauser Chaussee 29.
1893-95 Paula Becker absolviert auf Wunsch ihres Vaters eine Ausbildung am Bremer Lehrerinnenseminar. Daneben nimmt sie Mal- und Zeichenunterricht bei dem Bremer Künstler Bernhard Wiegandt.

1895 Eine Ausstellung der Worpsweder Malerkolonie in der Kunsthalle Bremen beeindruckt Paula Becker tief. Sie begeistert sich besonders für die Malerei Otto Modersohns.

1896 Im Frühjahr besucht sie einen zweimonatigen Kurs an der Zeichen- und Malschule des „Vereins der Berliner Künstlerinnen“. Im Herbst darf sie für eine eineinhalbjährige Ausbildung zurückkehren.

1897 Sie gibt die anfänglich noch betriebenen Landschaftsstunden auf und tritt in die Porträtklasse der Malerin Jeanne Bauck ein. In ihrer Freizeit besucht Paula Becker die Museen Berlins und private Kunstgalerien. Den Sommer verbringt sie in Bremen. Sie unternimmt mit der Familie einen Ausflug nach Worpswede und entschließt sich spontan, zusammen mit ihrer Malerfreundin Paula Ritter für einige Wochen dort zu bleiben. Sie lernt während dieses Aufenthaltes Otto Modersohn persönlich kennen. Im Oktober nimmt sie wieder ihre Studien in Berlin auf. Sie reist nach Dresden zur Großen Internationalen Kunstausstellung, wo sie u.a. Bilder von Monet, Pissarro und Sisley und Skulpturen von Rodin und Meunier sieht.

1898 In der Lithografie-Ausstellung im Berliner Kunstgewerbemuseum begegnet sie den Werken neuerer französischer Künstler wie Manet, Pissarro, Renoir, Sérusier und Vallotton. Nach Beendigung ihrer Berliner Ausbildung zieht Paula Becker im Herbst nach Worpswede. Dort schließt sie Freundschaft mit der Bildhauerin Clara Westhoff. Beide sind Schülerinnen bei Fritz Mackensen.

1899 Im Dezember stellt Paula Becker zwei Gemälde und einige Studien in der Kunsthalle Bremen aus. Arthur Fitger, Maler, Dichter und Kritiker, schreibt eine vernichtende Rezension.

1900 In der Silvesternacht zum neuen Jahrhundert reist Paula Becker zum ersten Mal nach Paris. Sie besucht die private Académie Colarossi und belegt daneben einen Anatomiekurs an der École des Beaux-Arts. Regelmäßig geht sie in den Louvre und zeichnet nach ihren Lieblingswerken der Malerei und Skulptur. In den Galerien der Rue Laffitte kommt sie mit der französischen Avantgarde-Kunst in Berührung und begeistert sich für Cézanne. Im Juni kommen Otto Modersohn, Heinrich Vogeler und Fritz Overbeck zur Weltausstellung nach Paris. Der plötzliche Tod von Modersohns Frau Helene beendet die gemeinsame Zeit. Paula Becker kehrt Ende Juni nach Worpswede zurück. Im August kommen die Dichter Carl Hauptmann und Rainer Maria Rilke nach Worpswede. Mit Rilke entwickelt sich eine innige Freundschaft. Am 12. September verlobt Paula Becker sich mit Otto Modersohn. In diesem Jahr entstehen in Worpswede zahlreiche Landschaftsdarstellungen.

1901 Zu Beginn des Jahres besucht Paula für mehrere Wochen in Berlin eine Kochschule. Im März kehrt sie zurück nach Worpswede. Am 25. Mai heiraten Paula Becker und Otto Modersohn, der seine dreijährige Tochter Elsbeth mit in die Ehe bringt. Ihre Hochzeitsreise führt sie über Berlin, Dresden und Prag nach München und in die Malerkolonie Dachau. Zurück in Worpswede widmen sich Otto und Paula Modersohn wieder ihrer künstlerischen Arbeit.

1902 Das Jahr ist gekennzeichnet von einer engen künstlerischen Zusammenarbeit der Modersohns. In den Arbeiten Paulas gewinnt nach und nach das Figürliche wieder größeres Gewicht gegenüber der Landschaft.

1903 Im Februar und März ist Paula Modersohn-Becker zum zweiten Mal in Paris und besucht wieder die Académie Colarossi. Im Louvre setzt sie ihre Studien fort und entdeckt dabei die frühe Kunst der Ägypter und der archaischen Antike für sich. Sie besucht Rodin in seinem Pariser Atelier und findet besonderen Gefallen an seinen aquarellierten Aktzeichnungen - Rest der Biographie unter www.paula-in-paris.de



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